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"Nightlife" elektrisierte das Publikum

Dortmunder Band gab Cover-Rock-Konzert im Lütgendortmunder "Piano"

Geballte musikalische Energie entlud sich am Samstag Abend auf der Bühne des "Pianos". Die Dortmunder Band Nightlife flutete die Musikkneipe mit wildem Cover-Rock und heizte dem begeisterungsfähigen Publikum so richtig ein.

Ein ganz persönliche Note verliehen "Nightlife" der gecoverten Musik. Die fünf Bandmitglieder drückten sowohl dem altbekannten Rockklassikern der 70er bis 90er Jahre als auch den brandaktuellen Stücken ihren eigenen Stempel auf. Von einfallslosem Cover-Rock gar keine Rede.
Mit einem kraftvollem Intro eröffnete "Nightlife" das Konzert. Bei "Summer of 69" von Bryan Adams gaben sie dann richtig Gas. Das Schlagzeug donnerte los. Wuchtige Bassklänge machten sich breit. Ungezügelt sausten die Riffs der E-Gitarre durch das "Piano". Das impulsive Zusammenspiel der Instrumente fuhr durch Mark und Bein.

Genau wie die temperamentvollen, energischen Klänge beherrscht "Nightlife" auch die gefühlsbetonten Stücke. So unterstrichen die Schwingungen der Basssaiten, das glasklare Gitarrenspiel und die harmonischen Töne des Keyboards bei "With or without you" von U2 oder dem Police-Hit "Every breath you take" die Emotionalität der Liedertexte.

Doch dann, von einem Moment zu nächsten nahmen Tempo und Lautstärke wieder zu. Bei Titeln wie "Life is a rollercoaster" von Ronan Keating oder "Supreme" von Robbie Williams gerieten die Zuhörer erneut in einen Zustand der Euphorie. Die Bandbreite der fünf Rockmusiker reichte von sanften über harte Klänge bis hin zu düsterem "Gothic Rock". Der Reichtum an musikalischen Facetten brachte das Publikum in Wallung. Lautstark sangen die Musikliebhaber alle Lieder mit und feierten "Nightlife" mit frenetischem Applaus.

Die Band konnte es durchaus mit den Originalen aufnehmen. Das bewies auch die Darbietung der Rockhymne "Music" von John Miles. Die anfangs ruhige, schwingende Rhythmik verwandelte sich immer wieder in ein hämmerndes Durchschlagen der Zählzeiten. Die Musik war nicht zu bändigen. Sie strotzte nur so vor Kraft und Dynamik. Die Musik der Dortmunder Band weckte einfach alle Lebensgeister. Sie kribbelte in allen Gliedern und durchdrang den Körper von der Fußsohle bis in die Haarspitzen. Mitreißend, ausdrucksstark und sehr souverän bot "Nightlife" Cover-Rock dar. Hämmerndes Schlagzeug, groovender Bass, verzerrte E-Gitarre, melodisches Keyboard und natürlich die verwandlungsfähige Stimme des Sängers Dirk Hackenberg machten dabei die perfekte Mischung aus.


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